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Abschluss der Dorferneuerung bei Kartoffelbraten gefeiert Idealen Platz zum Wachsen“ geschaffen

Baum der Zuknft
Fotos:Wilhelm Figge Blick auf die Zukunft: Die Bömighäuser Kinder waren maßgeblich für die Dorferneuerung und das Abschlussfest, bei dem ihnen ein Baum gewidmet wurde.

Von Wilhelm Figge

WILLINGEN-BÖMIGHAUSEN

Die Gäste tummeln sich auf der kleinen Festmeile, schauen Handwerkern über die Schulter, und erfreuen sich an allem, was Bömighausen sonst noch zu bieten hat:
Den Abschluss der Dorferneuerung haben Einwohner und viele Gäste mit einem Markt beim Kartoffelbraten gefeiert.

Hochsitz
Grüßen aus dem mobilen Hochsitz: Katrin Porten (links) und Sabrina Pöttner.

Die Strecke zwischen DGH und Jugendraum, zwei Projeken der Dorferneuerung, ist herbstlich dekoriert, Frauen in rustikalen Kostümen begrüßen die Gäste und verkaufen
Lose für die Tombola, bei einer Treckerausstellung halten Oldtimer-Freunde inne und fachsimpeln. Die Goddelsheimer Besenmacher sitzen pfeifenrauchend am Rand und
binden Reisig zusammen, Imker und Jäger klären über ihreArbeit auf und verkaufen ihre Produkte. Kinder tummeln sich auf dem Spielplatz oder probieren sich bei Handwerks-
angeboten wie dem Korbflechten aus.
Meist bleibt es trocken, das Feuer für die Kartoffeln lodert und eine große Anzahl von Menschen genießt vor und im DGH Geselligkeit und Leckereien rund um die Kartoffel.
Im Zeichen der Kartoffel: Die Losverkäuferinnen waren rustikal gekleidet.
Im Zeichen der Kartoffel: Die Losverkäuferinnen waren rustikal gekleidet.
Die Welleringhäuser zeigen die Arbeit am Butterfass, drinnen demostrieren weitere Handwerker wie Zuckerguss Künstlerin und Kräuterfrau ihr Schaffen. Die Damen vom
Stickeclub lassen sich über die Schulter schauen, während sie Pflaumen, Erdbeeren oder Ananas zu Marmelade verarbeiten oder Zucchinis sauer einlegen. Der Musikverein
Rhena spielt, ebenso die „Fidelen Mühlhäuser Orgelpfeifen".
Den Gottesdienst mit Pfarrer Kai-Uwe Schröter haben Gottfried Busch und Xenia Kautz begleitet.
Schließlich werden alle Kinder am „Baum der Zukunft zusammengerufen", den sie mit persönlichen Anhängern geschmückt haben. „Wir müssen achtsam sein, um jungen
Menschen ein attraktives Zuhause zu bieten", erklärt Ortsvorsteherin Wilma Saure. 31 der 255 Bömighäuser seien jünger als 14 Jahre, erklärt sie stolz – die Stelle zwischen
dem Spielplatz und dem Jugendraum sei für den Baum wie für die junge Generation ein „idealer Platz zum Wachsen"

Programm für Gemeinde erhofft

Bei der Dorferneuerung wurde das Dorfgemeinschaftshaus saniert, die Straße „Baumschule" erneuert, der Vorplatz der Kirchesamt Ehrenmal neu gestaltet, das ehemalige Wiegehäuschen unter Regie der jungen Bömighäuser zum Jugendraum umgebaut und ein Strandbad sowie ein Weg zum See eingerichtet. Knapp 712000 Euro kosteten die Vorhaben der Gemeinde, als Zuschuss gab es knapp 375000 Euro vom Land. Dazu kamen elf private Projekte. Investitionen und Förderung seien die eine Seite der Dorferneuerung, erklärte der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese. Die andere: „Es ist eine wichtige Aufgabe, die Menschen mit auf den Weg zu nehmen, damit sie selbst die Zukunft in den Ortsteilen gestalten." Freundschaft und Zusammenhalt seien es, die das Dorfleben attraktiv machten, befand auch Bürgermeister Thomas Trachte. Die Gemeinde hatte ursprünglich geplant, zusammen mit Bömighausen auch Neerdar und Welleringhausen als Förderschwerpunkt einzurichten – eine Änderung der Richtlinien verhinderte dies. Detlef Ückert vom Gemeindevorstand erklärte, dass dieser einen neuen Antrag gestellt habe, dass die gesamte Gemeinde Willingen
ein Dorferneuerungsprogramm auflegen kann. (wf)

© WLZ

 

Marmelade kochen
Marmelade kochen
Gelegenheit zum Fachsimpeln: die Oldtimerausstellung.
Gelegenheit zum Fachsimpeln: die Oldtimerausstellung.
Mit altem Handwerk zu Gast: Hendrik Oppermann (links) und Tobias Steuber aus Goddelsheim.
Mit altem Handwerk zu Gast: Hendrik Oppermann (links) und Tobias Steuber aus Goddelsheim.

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